Hamburg atmet auf − zumindest etwas
Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) hat im vergangenen Jahr immer wieder darauf hingewiesen, dass falsch entsorgte Lachgaskartuschen in ihren Müllverwertungsanlagen für folgenreiche Explosionen sorgen. Nun lässt sich in diesem Zusammenhang eine vorsichtig positive Nachricht verkünden: Die Zahl der Explosionen, die auf Lachgas zurückzuführen sind, ist jüngsten Erhebungen zufolge zurückgegangen. Ein Trend, der sich in der Zukunft hoffentlich fortsetzt.
2025 erreichte die Zahl der Explosionen von nicht vollständig entleerten und nicht fachgerecht entsorgten Lachgasflaschen in den Müllverwertungsanlagen der SRH mit 96 einen Höhepunkt. Viele dieser Explosionen führten zu vollständigen Stillständen der Anlagen − es entstanden Schäden in Millionenhöhe.
Wir sind froh, dass unsere ausgeprägte Verbandsarbeit sowie die hamburgweite Informationskampagne „Schluss mit lustig“ nicht nur auf die Problematik aufmerksam gemacht, sondern auch erfolgreich auf ein Verkaufsverbot von Lachgas hingewirkt haben.“, bilanziert Kay Goetze, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der SRH.
Seit dem 12. April dieses Jahres ist der Verkauf von Lachgas an Minderjährige gesetzlich verboten. Das neue Gesetz untersagt zudem den Online-Handel, den Automatenverkauf und den Verkauf von Kartuschen mit mehr als 8,4 g Inhalt. Das Verbot sowie die breit aufgestellte Informationskampagne zeigen bereits eine erste Wirkung. Die Zahl der explodierten Lachgaskartuschen ist mit 61 (Stand Ende August) in diesem Jahr erstmals wieder zurückgegangen.
Nichtsdestotrotz stellen falsch entsorgte Kartuschen weiterhin ein Problem dar. Auch die diesjährigen Explosionen bleiben nicht folgenlos und stellen die Mitarbeitenden in den Anlagen vor große Herausforderungen. Sie verursachen darüber hinaus hohe Kosten. Sowohl die Sachschäden, die behoben werden müssen, als auch die Minderung der Verwertungserlöse und die reduzierte Energieauskopplung sind an dieser Stelle zu nennen. Daher ruft die SRH erneut dazu auf, Lachgaskartuschen nicht im Restmüll zu entsorgen, sondern auf einem der zwölf Recyclinghöfe Hamburgs abzugeben.




