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Geschichte

Geschichten aus dem Müll

Seitdem es Leben auf der Erde gibt, seitdem gibt es auch "Abfälle". Eine organisierte Beseitigung von Abfällen gibt es allerdings noch nicht all zu lange. Für Autofreunde oder historisch Interessierte gibt es ganz unten auf dieser Seite eine Galerie von historischen Müllfahrzeugen der SRH. Vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart hat sich ganz schön viel verändert - stöbern und staunen Sie selbst einmal.

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Geschichte

vor 1507

Chaotische Zustände

Vor 1507 ist die Müllentsorgung in Hamburg - wie im Rest der Welt - eine "einfache" Sache: Wer etwas nicht mehr brauchen kann, der wirft es vor die Haustür. Dort stapelt sich der Abfall und stinkt vor sich hin. Da es hauptsächlich organische Stoffe sind, die als Abfall anfallen, verrotten diese vor der Haustür.

1507

Pestepidemie in Hamburg

Dr. Johannes Bökel weist in seiner "Pestordnung für Hamburg" auf mögliche Zusammenhänge zwischen Seuchen und Stadthygiene hin. Diese "Pestordnung" veranlasst viele andere Städte, ihre Stadtreinigungen neu zu regeln. Hamburg hört nicht auf die Warnungen.

1560

Erste "Sauberkeitsverordnung" für Hamburg

Sie schreibt vor, dass belebte Straßen und Marktplätze viermal im Jahr auf öffentliche Kosten gereinigt werden sollen.

1597

Erneute Pestepidemie, erste geregelte Unratabfuhr in Hamburg

Sträflinge müssen den Unrat in Karren aus der Stadt bringen. Ein Aufseher heißt Michael Schot (selbst als Gefangener vor der Karre gewesen), nach ihm wird der Karrentyp benannt: Schot'sche Karre.

1611

Der Rat der Stadt Hamburg setzt die "Gassendeputation" ein

Die Deputation soll für die Pflasterung und Reinhaltung der Gassen in Hamburg sorgen.

1623

Anstellung von "Dreckführern" zur Reinhaltung der Straßen und Häuser

Die Dreckführer werden unter die Aufsicht von Kapitänschaften der Bürgerwehr gestellt.

1710

"Hamburgische Neue Gassenordnung" tritt in Kraft

Sie ist eine Verordnung der "Hohen Kaiserlichen Kommission" und die Vorgängerin des Hamburger Wegegesetzes. Erstmals wird eine regelmäßige Straßenreinigung eingeführt. Reinigungs- und Abfuhrbetrieb werden an Pächter vergeben.

1886

Eingliederung der Stadtreinigungsaufgaben in die "Baudeputation"

Zum ersten Mal wird in staatlicher Regie die Straßenreinigung und die Abfuhr von Restmüllabfällen geplant. Dafür wird die Stadt in zwölf Zonen aufgeteilt, die jeweils von einem verantwortlichen Aufseher sauber gehalten werden müssen. Militärische Zucht und Ordnung prägen den Betrieb.

1892

Große Choleraepidemie in Hamburg

Die bisherigen Abnehmer des Hamburger Mülls (tägl. 300 m3 ), die preußischen Bauern, weigern sich, den Hamburger Müll weiterhin anzunehmen.

1893

Beschluss der Hamburger Baudeputation, einen Müllverbrennungsofen für Hamburg nach englischem Vorbild zu bauen

Der Beschluss geht auf die Probleme mit der Müllverbringung während der Cholera zurück. Im Londoner Stadtteil Paddington war bereits 1870 die erste Müllverbrennungsanlage Europas gebaut worden, eine zweizeilige Versuchsanlage war daraufhin 1892 für ein Jahr in Brüssel betrieben worden.

1894

Versuchsbetrieb der Müllverbrennungsanlage am Bullerdeich in Hamburg

In den nächsten zwei Jahren soll getestet werden, ob ein solcher Ofen auch in Hamburg funktionieren kann, denn in England setzt sich der Abfall anders zusammen, als in Hamburg. So wird in den Haushalten dort z.B. andere Kohle zum Heizen benutzt als in Hamburg.

1896

Offizielle Aufnahme des regelmäßigen Betriebs der MVA Bullerdeich

Die MVA ist mit 36 Ofenzellen die erste große MVA auf dem europäischen Festland.

1910

Inbetriebnahme der MVA am Alten Teichweg

Sie verbrennt den Abfall aus den nördlichen Stadtteilen und ist technisch schon weiterentwickelt.

1913

Inbetriebnahme der MVA in der Ruhrstraße in Altona

Die MVA in der Ruhrstraße ist für Hamburg erst ab 1937 durch die Eingemeindung Altonas nutzbar.

1931

Inbetriebnahme der MVA in der Borsigstraße

Sie wird als Ersatz für die 1924 stillgelegte Anlage am Bullerdeich technisch wesentlich verbessert gebaut.

1972

Inbetriebnahme der Sondermüllverbrennungsanlage in der Borsigstraße

Ständig wachsende Mengen an bedenklichen Chemikalien(-gemischen) im Restmüll und in Produktionsabfällen machen eine Entsorgungsmöglichkeit mit besonderen Verbrennungs- und Rauchgasreinigungstechniken notwendig.

1973

Inbetriebnahme der MVA in der Schnackenburgallee

Die MVA ist bis 2015 in Betrieb und ist mehrmals technisch verbessert worden, zuletzt 1997 mit dem Bau eines Blockheizkraftwerkes.

1988

Stadtreinigung wird Landesbetrieb

Dies ist der erste Schritt zu einem kaufmännisch geführten Betrieb.

1991

Stadtreinigung zur Umweltbehörde

Statt der Baubehörde übernimmt die 1978 gegründete Umweltbehörde die Aufsicht über die SRH.

1994

Stadtreinigung wird Anstalt des öffentlichen Rechts

Die Umwandlung macht die Stadtreinigung Hamburg zur selbständigen Rechtsperson und ermöglicht damit eine höhere Wirtschaftlichkeit. Lange Wege durch die Behördeninstanzen entfallen.

1994

Inbetriebnahme der Müllverwertungsanlage Borsigstraße (MVB)

Der erste große Schritt auf dem Weg zum Ausstieg aus der Deponie Ihlenberg (Schönberg).

1999

Inbetriebnahme der Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm (MVR)

Durch die Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm unter der Köhlbrandbrücke ist Hamburg komplett unabhängig von Deponien.

2014

20-jähriges Jubiläum der Stadtreinigung Hamburg als Anstalt des öffentlichen Rechts

Die SRH blickt auf 20 Jahre als Anstalt des öffentlichen Rechts zurück. Und hat sich für die Zukunft viel vorgenommen.

2014

Kauf der MVB und Erhöhung der Anteile an der MVR

Die Stadtreinigung Hamburg kauft im Dezember 2014 über die SRH Verwaltungsgesellschaft mbH (SRHV) die Müllverwertung Borsigstraße GmbH. Gleichzeitig erhöht die SRH die Beteiligung an der Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm von 25 auf 45 Prozent.

2020

Kauf der MVR

Die Stadtreinigung Hamburg ist unn alleinige Eigentümerin der Müllvertung Rugenberger Damm.

Historische Müllfahrzeuge

Historische Müllfahrzeuge unterwegs

Ende der 1920er wurde in Hamburg die staubfreie Müllabfuhr eingeführt: Statt Pferdekarren gab es nun moderne Müllautos mit Eimerumleersystem. Sehen Sie hier, wie sich die Fahrzeuge der Stadtreinigung Hamburg im Laufe der Zeit weiter entwickelt haben

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