SRH startet wichtiges Pilotprojekt
Kurz vor dem Jahreswechsel erreichte die Stadtreinigung Hamburg (SRH) eine frohe Kunde: Die Bestätigung zur finanziellen Förderung eines Pilotprojektes zur Abscheidung und Nutzung von CO2 aus Müllverwertungsanlagen. Das Projekt soll zum 01.01.2026 starten und wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadtreinigung liefern.
Im Rahmen dieses Projekts soll die CO2-Abscheidung aus dem Abgas der Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm (MVR) hinsichtlich Effizienz und Umwelteinflüssen sowie der Zuverlässigkeit im Langzeit-Praxisbetrieb untersucht werden. Darüber hinaus soll das CO2 mittels eines innovativen biologischen Verwertungsansatzes zu Produkten umgewandelt werden. Das Konzept zur CO2-Abscheidung und Nutzung (Carbon Capture and Utilization, CCU) soll mit Blick auf eine spätere großtechnische Anlage umfänglich erprobt und optimiert werden. Darüber hinaus sollen Perspektiven einer Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft demonstriert werden.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft:
„Mit dem Start ihres neuen Projekts beweist die SRH erneut ihren Pioniergeist und macht deutlich, wie eine moderne Abfallwirtschaft aussehen kann und sollte. Die Nutzung der Technologie zur CO2-Abscheidung ist für unsere Stadt ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Daher ist es gleichermaßen bemerkenswert und wichtig, dass die Stadtreinigung mit ihrem Pilotprojekt jetzt die Voraussetzungen für spätere großtechnische Anwendungen schafft. Die Erreichung der Klimaziele ist Bestandteil unserer schönen und lebenswerten Stadt.“
SRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau: „Dass wir die Zusage für die Förderung unseres Projekts noch kurz vor Jahresende erhalten haben, stimmt mich sehr zufrieden. Es war und ist der SRH immer wichtig, auch beim Thema Klimaneutralität voranzugehen und es macht mich stolz, dass wir diesen wichtigen Meilenstein nun passiert haben. Ohne den zukünftig großtechnischen Einsatz dieser Abscheidetechnik ist eine Klimaneutralität für uns nicht zu erreichen. Daher bin ich sehr gespannt auf die wichtigen Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes.“
Das Projektkonsortium besteht aus der Stadtreinigung Hamburg (SRH), dem Institut für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen (IDE) der Universität Stuttgart und dem Hamburger Startup COLIPI GmbH (COLIPI). Das Projekt, das zum 01.01.2026 beginnt, wird im Rahmen der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit rund 3,3 Millionen € Förderung unterstützt.




