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Elektromobilität

Umstellung unserer Flotte

Die Fahrzeuge der Stadtreinigung Hamburg sind täglich in der ganzen Stadt im Einsatz. Damit trägt die Stadtreinigung eine große Verantwortung für Luftqualität und Klimaschutz. Deshalb modernisieren wir unsere Flotte konsequent und stellen Schritt für Schritt auf emissionsfreie Antriebe um. Bereits heute setzen wir zahlreiche Elektrofahrzeuge ein und testen neue Technologien. Gleichzeitig bauen wir eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur auf, um bis 2035 einen möglichst vollständig emissionsfreien Fuhrpark zu erreichen.

Saubere Luft für alle

Tag für Tag sind unsere Fahrzeuge in ganz Hamburg im Einsatz – und das in großer Zahl: Über 1.100 Fahrzeuge gehören zu unserer Flotte (Stand: Dezember 2025). Wo viele Fahrzeuge fahren, entstehen zwangsläufig Emissionen. Genau hier setzen wir an.

Damit die Luft in Hamburg durch uns weniger belastet wird, erfüllt nahezu die gesamte Flotte unserer Sammel- und Reinigungsfahrzeuge bereits die strengen Abgasnormen Euro V und Euro VI. Das bedeutet: deutlich weniger Stickoxide, Rußpartikel und andere Schadstoffe, die die Luft belasten. Eine Ausnahme bilden noch einige unserer Winterdienstfahrzeuge. Sie bleiben so lange im Einsatz, bis ein Austausch sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Reduktion von Schadstoffen verbessert die Luftqualität – doch für den Klimaschutz reicht das allein nicht aus. Unser Fuhrpark ist nach den thermischen Verwertungsanlagen und der Beschaffung der drittgrößte CO₂-Emittent bei der Stadtreinigung. Deshalb prüfen wir bei jeder Neuanschaffung die Möglichkeit von alternativen Antrieben. Bis zum Jahr 2035 wollen wir den kompletten Fuhrpark mit emissionsfreien Technologien ausgestattet haben. Die Umstellung erfolgt schrittweise.

Von alternativen Antrieben profitiert nicht nur die Umwelt: Auch unsere Mitarbeitenden und die Bürger:innen Hamburgs erleben die deutlich leiseren Fahrzeuge als Entlastung im Alltag.

Fahrzeuge mit alternativem Antrieb

Unsere Flotte umfasst bereits zahlreiche Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Dazu gehören unter anderem:

Elektrisches Müllfahrzeug: eEconic

Elektrischer Abrollkipper zum Transport von Containern

Elektrobagger auf dem Recyclinghof

Elektrische Großkehrmaschine

Lastenrad für die Reinigung

Kleintransporter für die Reinigung

Auf Herz und Nieren getestet

Da vor einigen Jahren nur wenige große Müllfahrzeuge auf dem Markt verfügbar waren, haben wir uns aktiv an Testreihen mit Prototypen beteiligt: Ein Jahr lang haben wir Müllfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb sowie mit Brennstoffzelle/Wasserstoff getestet. Ziel war es herauszufinden, welche Technologie sich für die Stadtreinigung am besten eignet.

Das Ergebnis ist eindeutig: Für schwere Nutzfahrzeuge bevorzugen wir die batterieelektrische Antriebstechnik. Die Gründe:

Batterieelektrische Fahrzeuge überzeugten von Beginn an mit hoher Einsatzbereitschaft und einer durchschnittlichen Verfügbarkeit von über 95 Prozent. Wasserstofffahrzeuge hingegen hatten im ersten Betriebsjahr zahlreiche Ausfälle und erreichten lediglich rund 80 Prozent.

Wasserstofffahrzeuge kosten aktuell rund 500.000 € brutto mehr pro Fahrzeug – ohne staatliche Förderung, da derzeit keine entsprechenden Programme bestehen. Gründe sind unter anderem die geringere Marktreife und der begrenzte Wettbewerb bei schweren Wasserstofffahrzeugen.

Elektrische Energie verursacht deutlich geringere Betriebskosten als Wasserstoff. Trotz der optimierten Ladung der recht großen Batteriekapazitäten bei den Wasserstofffahrzeugen außerhalb der Dienstzeiten ergibt sich ein jährlicher Kostenvorteil von mindestens 10.000 € pro Fahrzeug

Batterieelektrische Fahrzeuge punkten mit einfacher Technik. Wasserstofffahrzeuge enthalten zusätzliche, potenziell störanfällige Komponenten, die langfristig höhere Wartungskosten erwarten lassen.

Alle großen Nutzfahrzeughersteller bieten batterieelektrische Modelle in den benötigten Ausführungen an. Bei Wasserstofffahrzeugen bleibt die Auswahl begrenzt. Die Produktsicherheit lässt sich bei batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich besser gewährleisten.

Wir bauen eine standortübergreifende Ladeinfrastruktur für schwere, mittelschwere und leichte Nutzfahrzeuge auf. Diese lässt sich schrittweise erweitern und unterstützt die strategische Ausrichtung auf batterieelektrische Mobilität. Wasserstofftankstellen stehen hingegen nur extern zur Verfügung und bieten weniger Planungssicherheit.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Um unsere Elektroflotte zuverlässig betreiben zu können, bauen wir eine eigene Ladeinfrastruktur auf. Der Betriebsplatz in Harburg spielt dabei eine Schlüsselrolle: 2026 waren dort bereits insgesamt 38 Ladepunkte eingerichtet, an denen auch große Fahrzeuge in ein bis zwei Stunden geladen werden können.

Die Steuerung erfolgt über ein cloudbasiertes Lademanagementsystem. Es überwacht den Ladestatus in Echtzeit und verteilt die verfügbare Energie intelligent auf die Fahrzeuge. So bleibt die Flotte optimal geladen und zum richtigen Zeitpunkt einsatzbereit.

Schon heute gibt es rund 440 Ladepunkte an fast allen Standorten (Stand: Februar 2026), perspektivisch wollen wir diese auf 1.000 bis 2035 erweitern.

Seit 2023 sind wir am Forschungsprojekt BELLE beteiligt, das von der Bundespolitik gefördert wird. Das Projekt unterstützt den Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur – insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge. Besonders der Standort Harburg entwickelt sich so zu einem modellhaften Beispiel für moderne E-Ladeinfrastruktur.

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